Geleitet von dem Motiv "Schützenbrüder treu bewahrt die alte Niedersachsenart" gründeten 45 Schützenbrüder am 03. Mai 1953 den Schützenverein Suttrup, um   nach dem Zweck der ersten Satzung den Schießsport zu fördern und das Schützenbrauchtum, die Geselligkeit und die Kameradschaft zu pflegen.

Dem ersten Vorstand gehörten an: Vorsitzender (Präsident) Fritz Blome; stellv. Vorsitzender Hermann Feye; Schriftführer Georg Dobelmann; Kassierer Dietrich Ermeling und als Hauptmann (Kommandeur) Josef Börger. 

Die Männer um den 1. Vorsitzenden Fritz Blome organisierten bereits im Gründungsjahr das erste Schützenfest am 14. Juni 1953. Der Festumzug durch die Gemeinde führte von der Gaststätte Busselmann zum Festplatz bei der Gaststätte “Zum Goldenen Löwen“ des Festwirtes Brundiers. 

Im Protokoll der ersten Mitgliederversammlung ist nachzulesen, dass jedes Vereinsmitglied verpflichtet war, sich am Festzug zu beteiligen, und im Beisitz eines Holzgewehres sein musste. Der Tradition des Vogelschießens verpflichtet, wurde der Schützenkönig auf dem Adlerstand ermittelt. Die Königswürde beim ersten Schützenfest errang der amtierende Präsident Fritz Blome. 

Zum zweiten Schützenfest wurde die Königskette beschafft. Aus den kleinen Anfängen heraus, geschossen wurde in den ersten Jahren auf provisorischen Schießständen auf “Brundiers Diele“, entwickelte sich ein reges Vereinsleben. Die Anschaffung einer Vereinsfahne 1955 und der Bau eines Schießstandes 1958 waren Meilensteine in der noch recht jungen Vereinsgeschichte. 

Im Jahr 1962 schossen die Kinder erstmals um die Königswürde. Mit den Nachbarvereinen feierte der Schützenverein im Jahre 1963 sein 10-jähriges Bestehen. Als Jubelkönig nahm Hugo Lampe die Parade der angetretenen Vereine ab. Erweiterungen und Ausbauten  des Schießstandes wurden in den Jahren 1965 und 1966 vorgenommen. 

In der Generalversammlung 1972 wird Josef Börger zum neuen Präsidenten des Vereins. Fritz Blome, Mitinitiator der Vereinsgründung, wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Das Jahr 1977 brachte einen herben Rückschlag für den Verein. Der langjährige Vereinswirt W. Brundiers gab die Pachtung des Gutes Loxten und die Gaststätte “Zum Goldenen Löwen“ auf. 

Bestehende Absichten, die Gaststätte neu zu verpachten, zerschlugen sich. Das Anwesen einschließlich des Schützen- festplatzes wurde veräußert, so dass der Verein ohne Festwirtschaft und ohne Festplatz war.  Schützenbruder Heinrich Busselmann stellte als neuer Vereinswirt einen Festplatz und Räumlichkeiten für eine Luftgewehrschießanlage zur Verfügung, so dass das Jubelschützenfest anlässlich des 25-jährigen Bestehens 1978 auf dem neuen Festplatz gefeiert werden konnte. 

Franz Hausfeld nach als Jubelkönig die Parade der rd. 400 angetretenen Schützen ab. Der Entschluss, den Festplatz in der nähe des Dorfes ( Farwick ) zu legen, erwies sich in den folgenden Jahren als gelungene Entscheidung, da sowohl die jährlichen Schützenfeste als auch die schieß-sportlichen Veranstaltungen sich größerer Besucher- und Teilnehmerzahlen erfreuten. Außerdem nahm die Mitgliederzahl deutlich zu. 

1981 stellte Präsident Josef Börger sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung. Als Nachfolger wurde Reinhard Welp zum neuen Vereinspräsidenten gewählt. Unter seiner Führung gründete der Verein 1983 eine Damenschießgruppe, die durch den Präsidenten Reinhard Welp und Schützenbruder Manfred Steinke unterstützt und gefördert wurde. 

Der verstärkte Schießbetrieb machte es notwendig, die bei Verlegung des Festplatzes nur provisorisch erstellte Schießanlage grundlegend umzubauen und die neusten Erkenntnisse des Schießanlagenbaus anzupassen. Unter Leitung der Schützenbrüder Josef und Gottfried Börger wurde das Vorhaben 1987 durch die Investition von ca. 1.200 Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder verwirklicht. 

Die neue Schießanlage machte es möglich, Jungschützen und Jugendliche ständige Trainingsmöglichkeiten zu bieten und ihnen somit den Schießsport und die Pflege des Schützenbrauchtums näher zu bringen. Im Jahr des 40-jährigen Bestehens gehören dem Verein 320 Mitglieder an. 

Möge zu jeder Zeit bei jedem Schützen das Zusammengehörigkeitsgefühl an erster Stelle stehen und echter Schützenfrohsinn den Umgang bestimmen, dann brauchen wir auch in Zukunft keine Sorgen um den Fortbestand und die gedeihliche Entwicklung des Schützenvereins zu haben. 

Text: Karl Bange

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